Der sichere Fels auch während Corona – herausfordernde und ermutigende Gedanken von John Piper zur Pandemie

26. April 20 | Corona

Ist Gott souverän?

„Aber ich [John Piper] möchte es hier kurz in einem Satz zusammenfassen: Das Geheimnis, wie wir „als Betrübte, aber immer fröhlich“ leben, liegt in der Erkenntnis, dass dieselbe Souveränität, die Corona stoppen könnte, es jedoch nicht tut, genau die Souveränität ist, welche die Seele in all dem erhält. Ja, nicht nur erhält, sondern ihr diese Zeit sogar versüßt. Mit der Hoffnung versüßt, dass Gottes Wege mit uns freundlich sind, sogar im Tod, wenn wir nur ihm vertrauen.“

„Wenn das geschieht, dann überflutet dich die ganze Wahrheit Gottes mit mächtigen Wellen, selbst im Angesicht von Corona. Das bringt dir unvergleichlichen Trost: ‚Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine Tröstungen meine Seele‘ (Ps 94,19). ‚Wenn jene rufen, so hört der HERR und rettet sie aus all ihrer Bedrängnis. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind‘ (Ps 34,18–19). Kein Mensch kann unsere Seelen in dieser Pandemie so trösten, wie Gott es kann. Seinen Trost kann nichts erschüttern. Es ist der Trost eines großen, hohen Felsens im stürmischen Meer. Er kommt aus seinem Wort, der Bibel.“

Ein abschließendes Gebet

Vater,

in unseren besten Augenblicken und durch deine
Gnade schlafen wir nicht wie die Jünger im Garten
Gethsemane. Wir sind wach und hören auf das Gebet
deines Sohnes. Er weiß in seinem Innersten, dass er
leiden muss. Doch als der vollkommene Mensch, der
er ist, ruft er aus: „Wenn es möglich ist, nimm diesen
Kelch von mir!“

Auch wir spüren tief in uns, dass diese Pandemie von
dir bestimmt ist, in deiner Weisheit, aus deinem guten
und notwendigen Plan. Auch wir müssen leiden. Dein
Sohn war unschuldig. Wir sind es nicht.

Und doch rufen auch wir – weit entfernt davon, voll-
kommene Menschen zu sein – aus: „Wenn es möglich
ist, nimm diesen Kelch von uns!“ O Herr, tu schnell
das schmerzhafte, gerechte und barmherzige Werk,
zu dem du dich entschlossen hast. Halte nicht lange
an deinem Gericht fest. Zögere nicht mit deinem
Erbarmen. Gedenke an die Armen, o Herr, nach dei-
ner Barmherzigkeit. Vergiss nicht die Rufe der Elen-
den! Schenke Genesung. Schenke ein Gegenmittel.
Wir bitten dich: Errette uns – deine armen, hilflosen
Geschöpfe – aus diesen Ängsten.

Doch lass unser Elend und unseren Kummer nicht
umsonst sein. Reinige dein Volk von seiner kraftlo-
sen Verstrickung in einen fruchtlosen Materialismus
und eine christuslose Unterhaltungskultur. Mach uns
immun gegen die Köder des Teufels. Durchtrenne in

uns die Wurzeln von Stolz und Hass und Ungerechtig-
keit und nimm auch jeden Rest davon weg. Schenke
uns, dass wir darüber erschrecken können, wie wir
mit unserer Sünde deine Herrlichkeit geschmälert
haben. Öffne die Augen unseres Herzens, dass wir die
Schönheit Christi sehen und auskosten können. Neige
unsere Herzen deinem Wort, deinem Sohn und dei-
nem Weg zu. Erfülle uns mit erbarmungsvollem Mut.
Und verherrliche deinen Namen dadurch, wie dein
Volk dir dient.

Strecke deine Hand aus und schenke um dieser ver-
lorenen Welt willen eine große Erweckung. Lass die
schrecklichen Worte aus der Offenbarung nicht über
unsere Generation ausgesprochen werden: „Und sie
taten nicht Buße.“ So wie du die Körper geschlagen
hast, schlage nun auch die schlafenden Seelen. Lass
nicht zu, dass sie weiter schlafen in der Finsternis von
Stolz und Unglauben. Sprich in deiner großen Barm-
herzigkeit zu diesen verdorrten Gebeinen: „Ihr sollt
leben!“ Und richte Herz und Leben von Millionen neu
am unendlichen Wert Jesu aus.

In Jesu Namen, Amen.

Aus S. 21, S.25, S.81f


Das gesamte Buch als kostenloses PDF findest du hier!

Weiterlesen

Noch mehr Beiträge aus derselben Kategorie