Newsletter #14

9. Juli 20 | Intern

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christ erfüllen.

Galater 6,2

Ihr Lieben,

mit dem Wochenspruch für diese Woche grüßen wir Euch ganz herzlich mit dem vorerst letzten Newsletter. Weitere erfolgen nur noch nach Bedarf. Wie schön, dass wir uns nun wieder mehr und mehr real begegnen können.

Vergangenen Sonntag konnten wir „10 Jahre Brumersweg“ miteinander feiern. Es war ein schöner Festgottesdienst und wir freuen uns und sind dankbar, wie uns Gott in den letzten 10 Jahren geführt, bewahrt und versorgt hat. Am Abend hatten die Teens den Gebetsgottesdienst geleitet. Es war schön zu sehen, wie sie mit vollem Einsatz die Moderation, die Lieder, eigene Gedichte, Impuls und die Gebetsstationen geleitet haben. Ein ganz herzliches Dankeschön an Euch Teens!

Durch die Corona-Pandemie wurde unser Gemeindeleben von heute auf morgen so ganz anders. Die für uns normalen Begegnungen konnten nicht mehr stattfinden und wir merken, dass wir immer weniger voneinander wissen. Wie geht es Euch allen? Was habt ihr am meisten vermisst? Was sind Eure Gedanken in Bezug auf unser Gemeindeleben? Welche Sorgen, Freuden, Fragen, aber auch Anregungen habt Ihr? Es interessiert uns als GLK sehr und daher möchten wir euch eine „Gesprächsplattform“ zum Austausch über die Gemeinde anbieten. Damit sich das Ganze ein wenig entzerrt, haben wir zwei Termine für Euch geplant. Der Erste wird schon kommenden Donnerstag, 16.07. um 20 Uhr sein. Der Zweite findet die Woche darauf am Mittwoch, 22.07. um 20 Uhr statt. Es wäre uns eine Hilfe, wenn Ihr Euch, wie zu den Gottesdiensten auch, über die Homepage anmeldet. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Euch!

Ein zweiter wichtiger Termin ist der Sonntag, 26.07. Hier wird es einen Zeugnis-Gottesdienst zum Thema „Corona – in der Krise Gott erleben“ geben. In diesem Gottesdienst möchten wir miteinander teilen, wie Ihr in den letzten Wochen Gott erlebt habt. Macht Euch Gedanken und habt Mut, Erlebtes mit Gott weiterzugeben.

Im August wird es keinen Livestream der Gottesdienste geben. Unsere Techniker bekommen ihren wohlverdienten „Urlaub“. Vielen Dank an dieser Stelle für Euren großartigen Einsatz.

Das waren nun die wichtigen Infos für die nächsten Tage. Und nun wünschen wir Euch Freude, weiterhin oder wieder neu „real“ am Gemeindeleben teilzunehmen. Es ist schön, Euch wiederzusehen!

Zum Abschluss ein Gedicht von Sonja Specht zum Wochenspruch.

Einer trage des anderen Last

„Einer trage des anderen Last“-
so sprichst DU – mein Gott.

Und doch gibt es Momente, da wird mir meine eigene Last schon zu schwer,
kaum mehr zu ertragen, da kämpfe ich schon mit mir alleine zuviel.

Es gibt Stürme, die fordern meine ganze Kraft, die reißen so sehr an mir,
dass ich mich nur noch darauf konzentrieren kann, selbst nicht entwurzelt zu werden.
Mein ganzes Denken und Fühlen, mein Wollen und Tun beschränkt sich auf mich
und meine kleinen Wurzeln.
Krampfhaft kämpfe ich um das bisschen Halt, das bisschen „Boden unter meinen Füßen“

Und mitten in solche Stürme sprichst DU:
„Einer trage des anderen Last.“

Das greift mich an, fordert mich zum Widerspruch auf:
Wie soll ich in meinem verzweifelten Kampf eines anderen Last noch mittragen?
Wo ich doch kaum mit meiner eigenen Last fertig werde!

Milde lächelnd schaust DU mich an,
behutsam lässt DU mich meinen Blick von mir abwenden,
und endlich erkenne ich, dass andere ebenso kämpfen wie ich,
dass „Einer trage des anderen Last“ auch heißen kann:
„Einer höre dem anderen zu“ oder „Einer nehme den anderen an“.

Ich begreife – und staune – und im Staunen vergesse ich zu kämpfen,
vergesse ich, mich festzuhalten.
Und seltsamerweise legt sich der Wind – ich aber stehe – sicher und fest –

und warte auf den nächsten Sturm…. 

Text: Sonja Specht

Lasst uns wieder neu miteinander staunen und begreifen…

Im Namen des gesamten Gemeindeleitungskreises,
seid ganz herzlich gegrüßt

Mirjam Kling